die Stationen

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Jochen Schweizer Videokunst Lichtinstallation Projektion Kollage Compositing Klang supra-meJochen Schweizer Ringenberg metamorgana Klang supra-media-art
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Station 0:
LABYRINTHALBAHN
Station 1:
TRÄNENFALL
Station 2:
GESCHICHTSFELD-
THEORIE
Station 3:
RESONANZKAPSEL
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Station 4:
GOTTESBEWEIS
Station 5:
EINBAUCHUNGS-
TENDENZ
Station 6:
PLANTATBEATMUNG
Station 7:
PROTHESENARTIG
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Station 8:
ZURFLEISCHSTELLUNG
Station 9:
INDIVIDUAL-
VERSCHLAUCHUNG
Station 10:
INHALATORENREFLEX
Station 11:
SCHATTENHAFT
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Station 12:
STRAHLUNGSWESEN
Station 13:
SCHALTKREISLAUF
Station 14:
KÖRPERSTEINFURCHE
Station 15:
POSITIONSSCHÄRFE
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Station 16:
BRÜCKENSCHLAG
Station 17:
ZIELVISIERUNG
Station 18:
TRIEBMASCHINEN-
TRAUM
Station 19:
FLUGANGSTPHASE
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Station 20:
PIONENGESANG
Station 21:
ASCHEFLUGKÖRPER
Station 22:
ABGRUNDKOMPLOTT
Station 23:
RÜCKSCHRITTS-
GESUCH
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Station 24:
KULTURGERICHT
Station 25:
MACHTBEKENNTNIS
Station 26:
TIEFENRAUSCH
Station 27:
KAMPFBEREITSCHAFT
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Station 28:
TRANSFUSIONSLUST
Station 29:
WELLENMATERIE
Station 30:
GEFÜHLSVERNERVUNG
Station 31:
ROTMORGEN
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Station 32:
RAUMFREIGABE
Station 33:
WARTEKARMA
 

 

 

m e t a m o r g a n a

Einleitung
Das Projekt METAMORGANA umfasst 34 Stationen, die aus jeweils einem Bild, einem Klangsatz und zwei die jeweilige Thematik aufgreifenden bildhaften Texten bestehen. Gezeigt wird der Gang des Protagonisten durch das Labyrinth der inneren Psyche, und der daraus resultierenden Sichtweise der äußeren Welt.
Inspiriert durch Dantes „La divina Commedia“ (vollendet 1321), der göttlichen Komödie, in der der Schriftsteller eine umfassende Weltschau des Mittelalters liefert, bildet METAMORGANA eine zeitgemäße, individuell geprägte Interpretation einer Weltanschauung des beginnenden 21. Jahrhunderts. In dieser Auffassung agieren die im Inneren wirkenden psychischen Dispositionen nicht mehr als Götter, Engel, Teufel oder Geister in der Außenwelt, sondern werden als projizierte, aber dennoch wirkende Bilder der menschlichen Seele entlarvt.
Dantes göttliche Komödie umfasst 100 sogenannte Gesänge, die in drei Teile, inferno (Hölle), purgatorio (Läuterungsberg) und paradiso (Paradies) unterteilt sind:. Jeder Abschnitt der divina Commedia wird aus 33 Gesängen gebildet, mit Ausnah-me des ersten, der einen zusätzlichen, als allgemeine Einführung dienenden Gesang enthält.
Das vorliegende Werk besteht aus den 33 Stationen des Infernos und einer als Einleitung und Ziel aufzufassenden Station, die zusammen als transparente Projektionen menschlicher Konfliktlagen betrachtet werden können, als Sinn-Bilder bestimmter Seelensituationen. Die Hölle erscheint hier nicht einseitig als Ort permanenten Leidens, sondern besitzt trotz ihrer Eigenschaft des Schreckens, auch positive, ja wünschenswerte und wertvolle Aspekte. Negative Erfahrung fördert die menschliche Entwicklung, indem sie den Menschen zwingt, sein Handeln zu reflektieren und gegebenenfalls zu korrigieren. Jede Erfahrung besteht aus komplementären Teilaspekten und hat mehrere Seiten. So gesehen befindet sich in jeder Hölle auch ein Stückchen Himmel und jedes Himmelslicht wirft einen Schatten. Das chinesische Symbol von Yin und Yang skizziert diese Erkenntnis in anschaulicher Weise.
Die Rohfassungen der Bilder und Texte zu METAMORGANA sind in einer von den Surrealisten propagierten, dem Automatismus analogen Technik, d.h. in einem unbewussten Verfahren entstanden. Erst in späteren Überarbeitungen flossen die durchgeführten Analysen der dargestellten Bildinhalte, in Form rationaler, willentlicher Elemente der Verdeutlichung, Pointierung und Verfeinerung des jeweiligen Themas in den Schaffensprozess mit ein.
Die nachfolgenden Erläuterungen zu den einzelnen Stationen sollten nur als Einstieg, Interpretationsvorschlag oder Näherung an das jeweilige Bildthema verstanden werden. Die Vielschichtigkeit sowohl der Bilder, als auch der lyrischen Texte, lässt eine Vielzahl an Auslegungen zu. Dies ist gewollt und erwünscht. Der Betrachter ist aufgefordert eigene Projektionen, Gedanken und Gefühle, in seine Deutung mit einzubringen! Die Stationen sind im Sinne der mittelalterlichen Lehre vom vierfachen Schriftsinn zu verstehen. Die Deutung auf der wörtlichen, der allegorischen, der moralischen und der anagogischen (zum Heil hinaufführenden) Ebene ist möglich.